Bürgerschaftliches Engagement leben:
Menschen verbinden – Orte der Begegnung schaffen
Heute Verantwortung für Morgen denken
- mit dem Blick in die Zukunft Tradition bewahren
wurde 2018 als eine gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts von der Regierung von Oberbayern anerkannt.
Zweck der Stiftung ist:


Behutsame und denkmalgerechte Instandsetzung unter Berücksichtigung der ökologischen Aspekte.
Im Februar 2021 haben wir als Familienstiftung mit Unterstützung Schlechinger Bürger die Initiative ergriffen, den Berggasthof Streichen für die kommenden Generationen zu bewahren. Fünf Monate später durften wir nach einer turbulenten Phase mit zahlreichen Gesprächen den Vollzug melden: in Partnerschaft mit der Stiftung Kultur Erbe Bayern konnten wir diesen Kraftort in den Chiemgauer Alpen im Juli 2021 erwerben. Unsere gemeinsame Vision: diesen Ort, wo sich scheinbar Himmel und Erde berühren, auf Dauer als typisch bayerisches Gasthaus mit einer lebendigen Wirtshauskultur zu erhalten
„Wir haben ihn nicht gesucht – der Berggasthof Streichen hat uns gefunden“ – Yvonne Molek

Das Jahr 2023 markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unserer Familienstiftung. Wir konnten ein fast fünf Hektar umfassendes Areal aus Wald und Wiesen von einem in Schleching beheimateten Landwirt erwerben. Zwei Jahre später haben wir unsere Vision umgesetzt: die einzige Wanderverbindung von der Bundesstraße B 307 zwischen Schleching und Kössen zur Streichenkirche und dem Berggasthof – vorbei an der sogenannten Faschingwiese. Hier ist der Weg das Ziel: ein neuer Parkplatz an der Bundesstraße, ein Steig über einen Kilometer, eigens entwickelte Bänke und Tische zum Verweilen und als Highlight zwei Schaukeln auf Bayerns erstem „Hutschn Steig“.
Für die beispielhafte Verbindung von Denkmalschutz, bürgerschaftlichem Engagement und innovativer Energietechnik ist die Yvonne & Thomas Wilde Familienstiftung für die Sanierung des historischen Berggasthofes Streichen in Schleching mit dem Bürgerenergiepreis 2026 ausgezeichnet worden. Der rund 600 Jahre alte Berggasthof, der Ende Juni dieses Jahres wiedereröffnet wird, wurde über drei Jahre denkmalgerecht instandgesetzt und zugleich energetisch zukunftsfähig. Herzstück ist eine vollintegrierte Photovoltaikanlage, die optisch an die traditionellen Blechdächer der Region erinnert und sich denkmalgerecht in das historische Erscheinungsbild einfügt. Für die Wärmeversorgung setzen die Bauherren auf eine CO₂ neutrale Hackschnitzelheizung. So werden sowohl Energiekosten als auch der CO₂ Ausstoß deutlich reduziert.
„Der Berggasthof Streichen entwickelt sich damit zu einem Best Practice Projekt für Bayern, das überregionale Strahlkraft entfalten kann. Es zeigt, dass auch in sensiblen, historisch wertvollen Gebäuden klimagerechte Lösungen möglich und notwendig sind“, heißt es in der Begründung der Jury.
Das Prinzip einer Stiftung ist einfach:
Ein Stifter möchte sich langfristig für einen gemeinnützigen Zweck engagieren und bringt dazu einen Teil seines Vermögens in die Stiftung ein. Der Schritt ist unwiderruflich und endgültig: Wer eine Stiftung errichtet, trennt sich für immer von seinem gestifteten Kapital. Die Stiftung legt das ihr übertragene Vermögen wiederum sicher und gewinnbringend an. Die so erwirtschafteten Überschüsse werden für den gemeinnützigen Zweck ausgegeben, der offiziell in der Satzung festgeschrieben ist.
Das gestiftete Vermögen muss als Grundkapital der Stiftung dauerhaft erhalten bleiben und kann auch selbst eine gesellschaftliche Wirkung entfalten. Denn eine Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht und kann in der Regel nicht aufgelöst werden.
Das Grundkapital der Yvonne & Thomas Wilde Familienstiftung besteht in ihrem Besitzanteil am Berggasthof Streichen und dem angrenzenden Areal aus Wald und Almwiesen.